Montag, 25. Juli 2011

Menschen retten

Die medialen Mechanismen haben es an sich, dass das, was unmittelbar schockierend, spektakulär und bildmächtig wirkt, sowie das, was uns nahe erscheint, in unserem Wahrnehmungskreis wesentlich stärker präsent ist als Ereignisse, die sich in weiterer Entfernung stetig entwickeln.

Aber bei aller Berechtigung, jetzt Solidaritäts- und Kondolenzerklärungen für Norwegen abzugeben, sollten wir doch nicht vergessen, dass im Osten Afrikas jetzt gerade Hunderttausende von der Dürre Betroffene zu verhungern drohen. Weit mehr als zehntausend Menschen sind laut UNO-Angaben bereits gestorben.

Die Hilfsorganisationen dort machen einen unglaublich schweren Job, weil die politischen Verhältnisse am Horn von Afrika bekanntlich ziemlich instabil sind und Teile Somalias von islamistischen Milizen beherrscht werden, die die Menschen lieber elendiglich zugrunde gehen lassen als Hilfe von außen zu akzeptieren.

Zumindest am Geld darf der Job aber keinesfalls scheitern. Das haben wir mit in der Hand.

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