Sonntag, 29. Juli 2012

Nach dem Krieg

Jetzt hab ich Angst.

Laut Wikipedia lebt Hitler offensichtlich noch. Und, er hat ein Konto bei der Citi Bank.

Draufklicken, um zu vergrößern..




Hilfe!


Freitag, 27. Juli 2012

Sieben olympische Events, die sich lohnen könnten

Gut. Wir haben uns also wieder einmal für die Spiele entschieden. Was also keinesfalls verpassen?


7. Springreiten


Gerne würde ich sie fragen, wenn sie nur antworten könnten: Macht euch das irgend einen Spaß? Oder ist das alles nur Zwang, Schinderei? Sind Profi-Reitpferde glücklich? Weil ich es überhaupt nicht weiß, steht dieser Punkt unter einem gewichtigen Vorbehalt. Aber unterhaltsam ist es schon, so ein olympisches Reitfinale. ReiterInnen beiderlei Geschlechts (der Reitsport ist mit Ausnahme des Schießens - aber das schaut sich keiner an - der einzige echte Geschlechterkampf bei Olympia) auf Pferden beiderlei Geschlechts und in unterschiedlichen farblichen Ausführungen, die über verschiedene Hindernisse setzen. Und, bei jeder neuen Hürde aufs Neue der bange Blick: geht sich das aus? Das macht fast vergessen, dass der entsetzlichste Bewerb der Spiele ähnliche Ingredienzien beinhaltet (das Dressurreiten, DAS macht nicht nur mir, sondern sicherlich auch den Tieren  keinen Spaß).


6. Marathon

Die Geschichte des Marathonlaufs ist eng mit jener der Olympischen Spiele verwoben. Der erste relevante Wettkampf mit dieser Bezeichnung fand 1896 in Athen, bei den ersten Spielen, statt. Auch die heute gültige - und im Grunde ja völlig absurde - Laufdistanz von exakt 42,195 Kilometern entstand im Zeichen der Ringe. 1908 in London war das die Entfernung zwischen Schloss Windsor und der königliche Loge im Olympiastadion (womit die Absurdität der Monarchie wieder eindrucksvoll belegt ist). Der Marathonlauf ist deshalb schön, weil er in keinem abgezirkelten Bereich, sondern mitten in den Straßen der Veranstalterstadt stattfindet, weil er diese gleichsam in angemessenem Tempo vorbeiziehen lässt (das gilt eigentlich auch für das Gehen, aber da watscheln Männer oder Frauen im Bild herum). Die Atmosphäre des Ortes kommt hier besser zur Geltung als in letztlich doch austauschbaren Hallen und Schwimmbädern.


5. Herrenhandballturnier

Da.

4. Eröffnung

Ab und zu braucht der Mensch ein bisschen Pathos. So eine olympische Eröffnungsfeier (Regie in London: Danny Boyle. Kostenpunkt: 35 Millionen Euro) ist eine gute Gelegenheit, sich damit für, nunja, den Rest des Jahres einzudecken. Und, manchmal, in den guten Momenten einer solcher Feier, könnte man ja wirklich meinen, dass es bei den Spielen darum geht: ein Fest für alle Menschen, ein friedliches Zusammentreffen, bei dem sich alle Völker, Religionen, Fraktionen die Hand reichen. Nehmen wir nur den Einmarsch der Nationen. Er dauert eine gefühlte Ewigkeit und ist in dieser Form ein sonderbares, irrationales Ritual. Und, doch, die Welt sitzt vor dem Fernseher und sieht zu. Vom notwendigen Ausblenden der Bonzen habe ich schon hier geschrieben.

3. Tennis-Finali

Stell dir vor, du gewinnst in Wimbledon. Und bist Olympiasieger. Oder umgekehrt.

2. Frauenfußballturnier

Im Gegensatz zum olympischen Fußballturnier der Männer, das allenfalls bei Talentscouts größere Begeisterungsstürme hervorruft, letztlich aber eher ein schlechter Witz ist, ist jenes der Frauen top besetzt und damit praktisch einer Weltmeisterschaft gleichwertig. Das bedeutet, man darf sich, wenn man die Scheuklappen einmal abgelegt hat, auf guten Fußball freuen, der auch einen entsprechenden sportlichen Wert besitzt.

1. 100 Meter-Sprint-Finali

Man kann es drehen und wenden, wie man will, aber die 100 Meter - Finali sind doch die Höhepunkte von Olympischen Sommerspielen. Erinnerungen an den Ben Johnson-Skandal hin oder her, aber es liegt etwas Magisches in der Luft, wenn sich die acht FinalistInnen auf der Tartanbahn bereit machen und ihre Haxen in die Startblöcke stecken. Dann ist da dieser unglaubliche Moment kurz vor dem Start, wenn alles gebannt auf das Knallen der Startpistole wartet, wenn das gesamte Stadion, die gesamte Fernsehgemeinde, die ganze Welt gemeinschaftlich den Atem anhält. Eine fallende Stecknadel könnte jetzt ein Trauma auslösen. Und dann der Start, einige Sekunden Raserei und schon ist wieder alles vorbei.




Donnerstag, 26. Juli 2012

Bemerkenswerte Namen # 25

Da es in dieser Kategorie immer wieder Diskussionen darüber gab, wann denn nun eigentlich ein Name verunglückt oder geglückt sei, ändere ich den Namen der Rubrik. Inhaltlich geht es aber immer noch darum, dass der Name in einem auffälligen Verhältnis zum Namensträger steht.



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Dienstag, 24. Juli 2012

Ohren(ge)fälliges: Musikvideo des Monats Juni 2012

Im Internet stoße ich nicht nur auf jede Menge frei downloadbare Musikstücke (wer braucht, bitte, allen Ernstes Tauschbörsen!?), die dann vielleicht als Monatsmeister präsentiert werden, sondern auch auf Musikvideos. Das Musikvideo ist, so scheint es mir, als Kunstform wieder auf dem aufsteigenden Ast. Mit einem gewissen Schaudern erinnere mich an die Neunziger und frühen Nullerjahre, als Musikvideos nur über das Musikfernsehen und Wunschsendungen stark selektiert zu mir kamen. Ich war nur selten angetan davon, hatte den Eindruck, dass es sich hier mehr um Werbeclips handelt, in denen die großen Seller der Branche ihre Posen zeigten. Dank fortgeschrittener digitaler Videotechnik und dem Breitbandinternet ist jedoch ein neues Zeitalter angebrochen: jede Indiepop-Band sieht sich in die Lage versetzt, anspruchsvolle Videos zu machen.

In dieser Rubrik zeige ich jeweils ein Video, das mir in irgend einer Weise zugesagt hat.

"Old Friend" von Caveman (Regie: Philip Di Fiore) ist ziemlich unheimlich und ziemlich gut zugleich. Ich kenne nicht allzu viel von David Lynch, aber in meiner Vorstellung würde ihm dieser Clip zur Ehre gereichen.

 

Montag, 23. Juli 2012

Ohren(ge)fälliges: Monatsmeister des Monats Juni 2012

Ford & Lopatin - Emergency Room
Brooklyn, New York
Gewonnene Ränge: + 8

Synthesizer aus den 80er-Jahren und der mit Material für Samples reich gefüllte Fundus der Musikgeschichte sind die Spielwiese von Daniel Lopatin. Als Oneohtrix Point Never kreiert er mit diesen Mitteln eine Ambient-Soundwelt, in der das Vergangene und das Zukünftige einen ganz eigenen, artifiziellen Raum vorfinden, in dem sie verfließen können. Das macht der in Brooklyn lebende Sohn russischer Auswanderer so überzeugend, dass die internationale Musikpresse mittlerweile jede seiner Veröffentlichungen aufmerksam verfolgt. Die als einflussreich geltenden RezensentInnen von Pitchfork sahen sein letztes Album "Replica" gar auf Platz 6 aller Longplayer im Jahr 2011.

Allerdings ist Oneothrix Point Never nicht das einzige musikalische Projekt, das Lopatin intensiver verfolgt. Gemeinsam mit Joel Ford, seinem besten Freund seit Highschool - Tagen, ist er auch Ford & Lopatin. Joel Ford seinerseits ist in die Band Tigercity involviert, die man aber meiner Meinung nach nicht unbedingt kennen muss. Die Musik, die er gemeinsam mit seinem Kumpel herstellt, ist aber eine interessante Mischung ihrer musikalischen Ansätze. Der deutlich Pop-lastigere Zugang Fords prägt die Grundstruktur der Tracks maßgeblich, doch ist auch der Einfluss der referenziellen Brainpower und der Soundexperimente von Oneothrix Point Never in ihnen verkapselt.

"Emergency Room" ist ein treffendes Beispiel für diese Verknüpfung von Eingängigkeit und Experiment. Der Synth-Pop-Track stammt von der 2011 erschienenen Erstlings-LP "Channel Pressure", bei der es sich offensichtlich um ein Konzeptalbum über einen gewissen Joey Rogers handelt, der unter dem Einfluss eines riesigen Fernsehers steht.



Ford & Lopatin - Emergency Room (freier Download)

Sonntag, 22. Juli 2012

Duell

Nächsten Sonntag: das Bundesliga-Duell, das man auf keinen Fall verpassen sollte.


Samstag, 21. Juli 2012

Olympia

Uh, oh. Die Olympischen Sommerspiele nahen, der Welt größtes Sportereignis. In den letzten zwei Wochen ist mir das so richtig bewusst geworden, zB vor den Regalen einer Großbuchhandlung stehend. Da stapelte sie sich, eine Kulturgeschichte des Sports, 500 Seiten dick. Es fiel mir schwer, den Kauf zu verweigern, obwohl sich zuhause ohnehin schon der Lesestoff auftürmt. A propos: letztes Mal habe ich die Olympischen Spiele verweigert und das mit gutem Gewissen. Und diesmal?

Die Veranstalter tragen bisher freilich nicht rasend viel dazu bei, Begeisterung zu wecken. Das Logo sieht aus wie das, was herauskommt, wenn ein Olympialogo in einen schweren Autounfall verwickelt war. Ach ja, und der offizielle Song ist ein durch Muse (die Band, nicht die Göttin) aus "The Winner Takes It All" von ABBA und einer ordentlichen Prise Queen gebastelter Pop-Frankenstein.

Auch sonst tut man irgendwie vieles, um ganz und gar nicht sympathisch zu erscheinen (siehe - unter anderem - da, da, da und da).

Andererseits soll es ja um den Sport gehen und die Würdigung dieser ganzen niedlichen Randsporarten und ihrer AkteurInnen. Die Gesichter der IOC-Bonzen und der britische PolitikerInnen samt ihrer royalen Posse muss man da wohl geistig weg blenden.

Und dann sind da auch noch die Olympischen Wettkampfstätten. Einzelzeitfahren mit Start und Ziel in Hampton Court. Tennis in Wimbledon. Beachvolleyball auf dem Horse Guards Parade. Freiwasserschwimmen im Hyde Park. Fußball im Wembleystadion. Ich glaube, die Orte und die Londoner  Atmosphäre werden mich kriegen. Zumindest vorübergehend.

Also dann, Hymnen ab!

Donnerstag, 19. Juli 2012

In Concert # 30: Bruce Springsteen & The E-Street Band, 12.7.2012, Ernst Happel - Stadion, Wien

Was macht es aus, was macht ihn aus? Was ist es, dieses Erfolgsgen von Bruce Springsteen, das dafür sorgt, dass ihm seit Jahrzehnten volle Stadien entgegen branden, dass die Fans immer wieder euphorisiert aus den selbigen hinausgehen? Dass selbst hart gesottene Musikkritiker stets auf Neue ihrer Begeisterung, Feuilletonschreiber ihrer Verehrung Ausdruck verleihen?

Feldstudie im Ernst Happel-Stadion, letzten Donnerstag. Obwohl ich den Boss schon lange schätze, ist es mein erstes Springsteen-Konzert. Ich gehe in mich und rekapituliere meinen persönlichen Bruce Springsteen - Werdegang : Er begann - wie es eben oft ist - mit einem Greatest Hits - Album. "Born in the U.S.A." war mir damals, Anfang der Neunziger, selbstverständlich schon ein Begriff (wem nicht), der Track wurde ja sogar in unserem Englisch-Schullehrbuch behandelt. Dass er mich aber nachhaltig beeindruckt hätte, kann ich nicht behaupten. Ich lauschte dem Sammelsurium aus Springsteens Werk mit einigem Interesse, wurde aber nach einiger Zeit des Saxophons im Rock (eine Grenzwertigkeit, ohne Zweifel) derart überdrüssig, dass es mir fast körperliche Übelkeit bereitete (nichts für ungut, Clarence Clemons). Der Wiedereinstieg kam über das Saxophon-befreite, düstere Folkalbum "The Ghost of Tom Joad" (1995), bei dem mich besonders der wehmütige Pathos von "Youngstown" beeindruckte. Mit der Compilation "18 Tracks" (1999) offenbarte sich mir, dass der Boss mehr gute, unveröffentlichte Songs in der Schublade hat, als andere in ihrem ganzen Leben auf Alben packen. Und irgendwann lernte ich dann auch das Doppelalbum "The River" aus 1980 kennen. Ein Meisterwerk, in dem sich das rebellisch-künstlerische Wunderkind und der Massen in Wallung versetzende Stadionrocker mit sicherem Griff die Hand geben.

Am letzten Donnerstag ließ der Stadionrocker zunächst auf sich warten. Technische Probleme im Bereich des Veranstalters oder der Stadiontechnik ließen mehr als eine halbe Stunde vergehen, bis Springsteen mit seiner E-Street Band die Bühne betrat. Dann legte er aber ohne Umschweife los und gab mit "We Take Care of Our Own" die erste Single aus seiner aktuellen Platte "Wrecking Ball" zum Besten, gefolgt von deren  Titeltrack - bei dem einem das schwingende Schlagen der Abrissbirne förmlich durch die Knochen fuhr - und von "Badlands"Wir hatten uns unsere Tickets "erst" im März besorgt und folglich nicht mehr die allerbesten Plätze im ausverkauften Zweidrittel-Rund des Happel-Stadions ergattert: zweiter Rang, schräge Sicht auf die Bühne. Der Boss war naturgemäß weit weg und die Akustik war, nunja, angesichts der Umstände ordentlich, aber keinesfalls berauschend. Gänsehaut kam bei mir trotzdem auf, wobei ich nicht mit absoluter Sicherheit zu sagen vermag, ob es allein am los rockenden Springsteen oder doch auch an der abendlichen Kühle unter dem von dichten wie dunklen Wolken verhangenen Wiener Himmel lag. 


Es folgte ein vom Publikum noch frenetisch begleitetes, zornig-aufstampfendes "Death to My Hometown". Danach kam es jedoch zu einem unerwarteten Bruch im Gefüge des Konzerts, der Spannungsbogen konnte nicht ganz aufrecht erhalten werden und die nun folgende, einige Nummern andauernde Phase wurde von vielen ZuschauerInnen als langatmig empfunden. Dem  relativen stimmungsmäßigen Vakkum fiel somit leider auch die eigentlich bewegende Darbietung von "Empty Sky" zum Opfer, das Springsteen im Lichtkegel und mit Akustikgitarre deklamierte. Über die Gründe für das Abflauen kann gemutmaßt werden - die Die-Hard-Fanpresse weist recht deutlich und einseitig dem Wiener Publikum die Schuld zu. Springsteen versuchte freilich sehr wohl, das Ruder herumzureißen, doch seine zwischenzeitlichen Kommentare, Ansagen und Ausbrüche in das so amerikanische Hand-(bzw. Mund)werk des Predigers/Wundermittelverkäufers/Motivationsgurus wirkten nicht ganz frisch und nicht hundertprozentig entschlossen. Überhaupt: die (spontane) Kommunikation mit dem Publikum - kein so großes Element an jenem Abend.


Erst eine euphorisierende Interpretation von "Because the Night" brachte eine Wende und wieder mehr Fokussiertheit auf beiden Seiten des Auditoriums. Freilich folgten dann auch noch neunzehn weitere Stücke, inklusive einiger der großen Radiohits der Achtziger (auch "Born in the  U.S.A."), die zur Freude des Publikums in fast ununterbrochener Reihe im Zugabenblock geboten wurden. Letztlich konnte auch ein Wink der Stadionverantwortlichen - das Einschalten des Lichts im Zuschauerraum - den Boss nicht daran hindern, 3 Stunden und 39 Minuten auf der Bühne des Happel-Stadions zu stehen (bzw. kurzzeitig auch dort zu liegen). Er endete, auf dieser Tour schon traditionsgemäß, mit dem Rock´n´Roller "Twist and Shout".


Einige weitere Erkenntnisse drängten sich auf. Einmal: Jake Clemons ist am Saxophon ein würdiger Nachfolger seines verstorbenen Onkels. Dann: die Stücke von der, etwas zu hoch gehandelten, neuen Platte funktionieren live doch deutlich besser als aus der Konserve. Wie beantworten wir aber nun die eingangs gestellte Frage?


Sicherlich, das Repertoire, aus dem Bruce Springsteen und die E-Street Band schöpfen, ist gewaltig (zur Illustration einige Titel, die sie in über dreieinhalb Stunden NICHT gespielt haben: Thunder Road, The River, Atlantic City, I´m On Fire, Streets of Philadelphia, The Ghost of Tom Joad, Youngstown, Human Touch, Radio Nowhere, My Hometown, Jersey Girl...). Immer noch ist er ein feuriger Schmied des Konsenses und des Gemeinschaftlichen. Jede/r bekommt, was er braucht, verdient und hören möchte: der Wall Street-Occupier, der Lehrer mit Plattensammlung, der Hackler von der Baustelle, der Musik-Nerd mit musikologischem Fachwissen,  der Ö3-Dauerhörer, der Folker, der Rocker, der Popper. Junge Frauen, alte Männer und umgekehrt. Aber das ist nur ein Teilaspekt seines larger than life/live-Faktors.


Es ist vor allem schlicht und einfach der Umstand, dass er, auch wenn nicht alles ganz nach Plan läuft - wie vermutlich im Ernst Happel-Stadion - immer seinen eigenen Arbeitsethos an oberste Stelle setzt, immer anzeigt, dass er nicht gewillt ist, sein Publikum im Zweifel zu lassen. Die Leidenschaftlichkeit und Unerbittlichkeit, die diesen mittlerweile 62-jährigen Mann überkommt, wenn er anhebt, in die Seiten seiner Telecaster zu dreschen und seine unverbrüchliche Trademark-Stimme hinauszuschicken, ist ein Act für sich. Springsteen ist dann wie einer dieser klassischen amerikanischen Superhelden, im Grunde nachdenkliche, Sympathie würdige Personen, die, wenn sie gebraucht werden, die Brust hinausrecken und Heldentaten vollbringen, Grenzen überschreiten. Es ist furchtbar kitschig, vermutlich auch abgedroschen und ich scheue mich schon, es zu schreiben, aber der Boss verkörpert sehr überzeugend vieles von dem, was an Amerika gut ist.


Gerade als wir vor das Happel-Stadion getreten sind, ist er mit seinem Konvoi aus den Tiefen der Arena gezogen, das Seitenfenster des Autos war herunter gelassen, und hat uns zu gewunken. Da war er uns so nah wie zuvor noch nie.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Rockgeschichte gerifft

Hm, da bekomme ich richtig Lust, wieder einmal die Gitarre zur Hand zu nehmen und den einen oder anderen Versuch zu starten. Wenn nicht Mottenkugel solche Angst vor dem Ding hätte..



100 Riffs (A Brief History of Rock N' Roll) from Chicago Music Exchange on Vimeo.

Ja, natürlich, über die Auswahl darf man/soll man/muss man streiten. Eine Geschichte des Rockriffs ohne "You Really Got Me"? Und was ist mit "Song 2"?

 Via Stereogum.

Sonntag, 15. Juli 2012

Im Kino # 16: Alison Klayman - Ai Weiwei. Never Sorry

USA 2012

Wahrscheinlich war es der Impuls, sich angesichts einer ungeliebten Finalpaarung wieder vom Fußball ab und den eigentlich wirklich wichtigen Themen zu zuwenden, von denen der Fußball in seiner scheinbaren Bedeutsamkeit so eine angenehme Ablenkung darstellt. Jedenfalls setzte ich mich am Abend des Europameisterschaftsfinales nicht vor einen Fernseher, sondern in den 736 Sitzplätze fassenden Saal des Wiener Gartenbaukinos und sah mir "Ai Weiwei - Never Sorry" an. Wir waren zu viert, meine Begleitung und ich, sowie zwei Herren, die sich irgendwo in den Weiten des Saales nieder gelassen hatten. Eine eigentümlichere Erfahrung als ein EM-Finale.

Passte ja auch irgendwie. Ai Weiwei ist der Mann, der sich mit seiner provokativen Performances und sonstigen Kunstwerken gegen das verordnete Kollektiv und für das individuell-selbstbestimmte Leben und Empfinden positioniert. Dass er damit ganz andere Risiken eingeht und ganz andere Wirkungen entfaltet als wir mit unserer Euro-Absenz (auch, wenn wir uns ein bisschen etwas anhören durften), versteht sich dabei natürlich ganz von selbst. Es wird früh geweckt worden sein, dieses Widerständige in Ai Weiwei. Spätestens wohl, als er realisiert hat, dass sein Vater, der freidenkerische Dichter Ai Quing, seine Existenz in der Verbannung der Provinz fristen muss, weil ihm die chinesische Regierung sein Abweichlertum krumm nimmt. In seiner New Yorker Studentenzeit entdeckte Ai Weiwei dann, was es heißt, selbstbestimmt leben zu dürfen, beschäftigte sich mit Protest und Protestkultur und wurde seinerseits als Künstler entdeckt. Doch, anstatt wie andere chinesische Kunstschaffende der Heimat den Rücken zu kehren und im Ausland Geld zu machen, kehrte er nach Abschluss seiner Studien zurück nach China - aus Loyalität gegenüber seiner Familie und wohl auch seinem Land.

Eine Loyalität, die freilich nicht den Herrschenden gilt. Noch in New York ging er 1989 auf die Straße, um gegen die mörderische Niederschlagung der Studentenproteste zu demonstrieren. Mutig zeigte er auch nach seiner Rückkehr 1993 mit den Mitteln der Kunst auf das Schändliche, Grausame und Wahnwitzige in der Wirtschaftswunderwelt der "Volksrepublik". Berühmt jenes Foto, auf dem sich sein Mittelfinger dem Platz des Himmlischen Friedens entgegen reckt, jenem Ort, den die Machthaber aus der historischen Topographie des Landes getilgt wissen wollen. Auch in Worten griff er das Regime in seiner Kunst immer wieder frontal an, durch die Mehrdeutigkeit der chinesischen Schrift nur milde verschleiert. Die Vorgehensweise eines Hooligans sei das, bemerkt in "Never Sorry" ein Weggefährte, schließlich habe er es doch auf der Gegenseite ebenfalls mit Hooligans zu tun.

Doch nicht nur die Täter des Systems hat der in allen Formen der Kunst beheimatete Ai Weiwei im Blick, genauso die Opfer. In Folge des katastrophalen Erdbebens von Sichuan 2008, das unter anderem zahlreiche schlecht gebaute Schulgebäude in Schutt legte, unterstütze er öffentlich den kritischen Aktivisten Tan Zuoren und durchbrach das amtlich verordnete Schweigen, indem er Freiwillige in die betroffene Provinz schickte, die die Namen der ums Leben gekommenen Schulkinder zusammen trugen. Die zerstörerischen Auswirkungen des von oben diktierten Wandels auf die chinesische Lebens(um)welt  thematisierte Ai Weiwei auch, indem er etwa das Holz abgerissener Tempel für seine Kunstwerke verwendete oder in Performances antike Vasen zerstörte oder mit Markennamen "verzierte".

Die Dokumentation "Ai Weiwei. Never Sorry" der jungen Filmerin Alison Klayman, die Ai Weiwei drei Jahre lang mit der Kamera begleitet hat, fügt zu den aus der intensiven medialen Berichterstattung über den chinesischen Kunststar bekannten Fakten nicht wirklich viel Neues hinzu. Immerhin ermöglicht sie aber eine persönliche Begegnung mit Ai Weiwei. Dabei liegt der Schwerpunkt doch auf dem homo politicus, auf seiner persönlichen Auseinandersetzung mit der Staatsmacht, bei die er all seine Leidenschaft und zugleich sein persönliches Wohlergehen in die Waagschale wirft. Der Prozess der künstlerischen Schaffens erhält vergleichsweise weniger Raum, zumindest erfahren wir, dass Ai Weiwei mittels einer Werkstätte arbeitet, selbst die Ideen entwirft, die dann andere handwerklich umsetzen. "Ai Weiwei. Never Sorry" ist das Porträt eines reichhaltigen Lebensabschnitts dieser markanten Persönlichkeit unserer Zeit, der letztlich mit seiner Inhaftierung wegen angeblicher Steuerdelikte und Freilassung unter drückenden Auflagen endet. Erschütternd der Einschnitt, den dies augenscheinlich für ihn bedeutet. Doch kann man sich nach Ansicht des Filmes kaum vorstellen, dass er seine Widerständigkeit ganz aufgeben wird (mag auch neues Ungemach drohen). Hoffen wir, dass Ai Weiwei auch im folgenden Lebensabschnitt noch viel zu sagen hat - als Künstler wie als Mensch. Notwendig, ja überlebensnotwendig, erscheint hierbei freilich, dass er am Radar der internationalen Öffentlichkeit bleibt. Dokumentationen wie diese tragen dazu bei.     


Meine Bewertung: 3 aus 5 Sternen.

Freitag, 13. Juli 2012

Mothwoman

Das ist Mottenkugel, die auch auf "Motte" oder "Motti" hört:

 













Und das nun folgende Bild (gemacht von Sarah) zeigt den Lampenschirm, der in unserem Schlafzimmer in der Mitte der Zimmerdecke angebracht ist. Nachdem ein Nachtfalter sich auf ihm niedergelassen und die den Falter verfolgende Mottenkugel beschlossen hat, das Insekt ebenda zu stellen.


















Wir wissen, dass sie es gewesen sein muss, aber wir haben nicht beobachten können und wissen daher nicht, wie sie da hingekommen ist. Können Katzen fliegen, wenn man nicht hinschaut?

Donnerstag, 12. Juli 2012

Nach Norden # 4

Der Auflösung zweiter Teil.

Dritter Tag, Mittwoch, der 4.7.2012

Flensburg - Roskilde


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Das im Hintergrund ist tatsächlich der Dom von Roskilde, auch das hat Poster Hannes richtig erkannt (möglicherweise war auch mein Hinweis hilfreich). Obwohl wir natürlich ausgerechnet und ahnungslos die Woche des Musikfestivals erwischt haben, war es schön da.


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Das Herzstück der alten Hauptstadt Dänemarks ist der in wuchtiger Backsteingotik ausgeführte Dom, die Grabkirche der dänischen MonarchInnen.


Roskilde - Kopenhagen


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Von der alten ging es dann weiter zur neuen Hauptstadt Dänemarks. Das Bild des merkwürdigen jungen Mannes ist am Nyhaven von Kopenhagen entstanden.


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Der Nyhaven ist verständlicher Weise bei Touristen recht beliebt und folglich im Juli ziemlich gut angefüllt. Wir sind nur vorbeigeeilt, denn wir waren beide nicht mehr ganz fit und unser Parkticket war am Ablaufen, was dann auch leider ein weiblicher Parksheriff vor uns entdeckt hat. Die kleine Meerjungfrau und Christiana hab ich wieder nicht zu Gesicht bekommen und im Tivoli war ich auch nicht. Neben dem Krankwerden gibt es also offensichtlich weitere Kopenhagen-Traditionen. Ich bin im Herbst beruflich wieder dort, da kann ich mir hoffentlich wenigstens das Krankwerden ersparen.


Kopenhagen - Malmö - Flensburg


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Das Straßenschild zeigt es an: der Weg führt über die E20 nach "Köpenhamn". Letzteres ist der schwedische Name Kopenhagens und deutet darauf hin, wo wir uns befinden müssen: in Malmö, das man von Kopenhagen aus nach Überfahren der Öresundbrücke erreicht.

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Malmö, am südlichsten Rand Schwedens gelegen, war der erklärte nördliche Endpunkt unserer Reise. Wir sind kurz stehen geblieben, Sarah war auf einem Friedhof, dann haben wir kehrt gemacht und sind via Öresundbrücke (am Bild), Seeland, Fünen und Jütland nach Flensburg zurück gefahren. Ich für meinen Teil habe Malmö schon einmal näher in Augenschein genommen und das genügt für erste.


Vierter Tag. Donnerstag, der 5.7.2012

Flensburg - Lübeck - Märkische Schweiz


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Auf dieser Aufnahme blickt Sarah auf die "Stadt der sieben Türme", auch das "Tor zum Norden" genannt. Lübeck. Beziehungsweise auf ein Abbild davon, denn in Wahrheit befindet sie sich am Markt der mittelalterlichen Altstadt und die Stadt blickt auf sie herab.

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Und hier blicken dann wieder wir auf Lübeck hinunter. Genauer gesagt vom Turm der Petrikirche auf das Wahrzeichen dieser beeindruckenden Hansestadt, das Holstentor. Danach sind wir in die Märkische Schweiz im Land Brandenburg weiter gefahren, wo Sarah Verwandtschaft hat.


Fünfter Tag. Freitag, der 6.7.2012

Märkische Schweiz - Linz - Linz

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Das war der Tag, an dem wir an Linz vorbei gefahren und trotzdem dort angekommen sind. Neben dem Linz an der Donau und dem am Rhein gibt es auch noch einen winzigen Ort in Sachsen, der diesen Namen trägt. So hoch war mein Fieber aber dann auch wieder nicht, dass ich da gedacht hätte, ich wäre schon zuhause. Schade, dass wir die wunderbare Stadt Berlin auslassen mussten. Beim nächsten Mal wieder.

Viele Bilder von dieser fast 3.300 Kilometer langen Reise nach einem Klick HIER.

Mittwoch, 11. Juli 2012

Nach Norden # 3

Der Auflösung erster Teil

Ich bin wieder ganz da, das Reisefieber ist vorüber und das reale auch.

Einige Städte sind tatsächlich erraten worden. Auf Facebook wurde Hannover zweimal erkannt, was für Freunde der deutschen Fußballbundesliga nicht allzu schwierig gewesen sein dürfte. Am Blog hat sich auch  Hannes dieser Erkenntnis angeschlossen. Außerdem hat er zwei weitere Städte richtig identifiziert. Ein weiterer Ort wurde zudem auf Facebook korrekt entschlüsselt.

Die Auflösung steckt in folgendem Reiselogbuch:

Erster Tag. Montag, der 2.7.2012

Wien - Linz

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Eigentlich wollten wir ja rund um Wien herum wandern. Ich glaube immer noch, dass das cooler (und ökologischer..) gewesen wäre als die Autotour. Aber es hatte 38 Grad. Also, doch nicht cooler.


Linz - Regensburg

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Dieses "Steirer-Eck" befindet sich in Regensburg. Hannes hat das richtig erkannt. Vielleicht hat ihm auch der im Hintergund auftauchende Dom geholfen. Und, vielleicht war er auch schon einmal da, denn Regensburg ist ja auch bekannt für seinen Jazz.


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Regensburg trägt den Ruf, eine der schönsten Städte Deutschlands zu sein, zu Recht. Leider hatten wir nicht allzu viel Zeit.


Regensburg - Hannover

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Hannover, das hier unschwer zu erkennen ist, ist in ästhetischer Hinsicht doch etwas besser als sein Ruf. Es gibt hier keineswegs nur deutsche Nachkriegsarchitektur der Marke "Hauptsache, es steht". Hannover hat sehr wohl eine Reihe von imposanten historischen Gebäuden zu bieten, sowie ein paar nette Altstadt-Gassen mit Potenzial.


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Leider kommt das Potenzial nicht richtig zur Geltung, weil rundherum der Autoverkehr (die Ersatzbefriedigung der Deutschen nach der Abkehr vom Militarismus?) wütet und alles etwas, nunja, unterdurchschnittlich attraktiv ist. Eine potenzielle Köstlichkeit, (noch) nicht gut dargeboten.


Zweiter Tag. Dienstag, der 3.7.2012 


Hannover - Bremen

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Hamburg oder Bremen, das war die Frage. Für beide war ja nicht genug Zeit. Die Wahl fiel auf Bremen, weil wir es beide noch nicht kannten und es ja auch sehr nett sein soll. Und, das stimmt auch. Eine sehr hübsche, grüne Stadt ist das. Auf dem Bild entspanne ich am Weserufer und wundere mich, warum sich das so nach Donaulände anfühlt. Im Hintergrund kann man das Weserstadion, Heimstätte des SV Werder Bremen, erkennen. Wurde jedoch von keinem erraten.


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Der Bremer Marktplatz ist auch nicht von schlechten Eltern.


Bremen - Hamburg

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Hamburg haben wir sodann nur durchfahren. Durch den Elbtunnel. Hier befinden wir uns kurz davor. Man kann die Kräne des Hamburger Hafens erkennen. Wundert mich, dass das niemand identifiziert hat.


Hamburg - Flensburg

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Wenn man per Automobil nach Dänemark will, führt der Weg fast unweigerlich an Flensburg vorbei. Schaut man dort hinein, ist das kein Schaden. Handelt es sich doch um einen interessanten Ort, an dem man sogar seine Parktickets wahlweise in Euro oder dänischen Kronen bezahlen kann. Flensburg ist sowohl Deutschland als auch Dänemark und das ganz selbstverständlich. Auf der Rückreise von Skandinavien war ich schon krank und konnte mir das Aspirin in der Apotheke nur deshalb kaufen, weil ich es teilweise in Kronen löhnen durfte.


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Das Stadtzentrum selbst ist gepflegt und durchwegs attraktiv, verströmt aber auch eine leicht provinzielle Atmosphäre. Ein wenig St. Pölten an der Ostsee.

Fortsetzung folgt..


Dienstag, 10. Juli 2012

Antikitravel

Vormerken. Vor der nächsten  Zeitreise unbedingt nachschauen, ob es schon eine App zu dieser Seite gibt. Könnte hilfreich sein. Vorausgesetzt, wir verfügen auch über eine trans-temporale Mobilfunk-Verbindung.

Dank an Sarah.

Sonntag, 8. Juli 2012

Reisefieber

Ich wollte ja, dass es kühler wird, das hab ich jetzt davon. In Flensburg sorgte die Seeluft für abendliche Kälte und ich hatte meinen Pullover im Hostel liegen lassen und fror. Am nächsten Tag dann schon das erste Symptom: ein Halskratzen, das bei jedem Schlucken schlimmer wurde. Das ist bei mir ein ziemlich untrügliches Zeichen, dass etwas Übles im Anrollen ist. Offensichtlich hat die überraschende Frische nach der schwülen Hitze der vergangenen Tage meine Abwehrkräfte so aus den Fugen gebracht, dass sich schlummernde Erreger durchzusetzen vermochten.

Immerhin, momentan ist es mir reichlich egal, ob es draußen dreißig Grad oder mehr hat. Meine gefühlte Temperatur beeinflusst das nicht, die Wärme draußen nehme ich jetzt eher als Kühle wahr. So gleicht sich manchmal alles wieder aus.

Genug Bilder habe ich trotzdem mit gebracht und es darf auch wieder geraten werden:

Hier gerieten wir in ein Festival.


Hierzu gebe ich keinen Kommentar ab.

Hier waren wir nur kurz und da auch schon wieder auf der Abreise.

Hier ist ausnahmsweise einmal der gesamte Stadtkern drauf.

Hier konnte ich mich in einem Fiebertraum fast schon zu Hause wähnen.


Wer ein Bild enträtselt und sich meldet, bekommt vielleicht eine Art Preis. Auflösung und mehr Bilder und Berichte gibt es dann demnächst.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Nach Norden # 1

Auf der Suche nach kühleren Temperaturen flüchten wir aus Österreich quer durch Deutschland. Der große, rote Feuerball verfolgt uns dabei unbarmherzig.

Kurz vor einer Stadt mit insoferne passendem Namen hat sich eine Regenfront manifestiert. Das folgende Bild wurde in dieser Stadt aufgenommen:



Die Abkühlung währte freilich nur kurz. Noch während unserer Anwesenheit ist die Sonne wieder heraus gekommen, sind die Temperaturen demzufolge wieder gestiegen. Ein Mann in einem Zeitungsgeschäft hat erwähnt, dass auch dieserorts bald mit 38 Grad zu rechnen ist.


Also, nichts wie weg und Fersengeld gegeben.

Nach längerer Fahrt waren wir dann da:

 

In dieser Stadt haben wir übernachtet. Am Abend war es noch kühl und regnerisch, aber am nächsten Morgen - ihr könnt es euch denken -Sonnenschein! Es ging also weiter nordwärts, auf der Suche nach moderaten Graden. 

Hier waren wir dann schon recht weit im Norden:

 

Eine einigermaßen kühle Brise wehte und es waren Wolken am Himmel, aber wehe, man setzte sich an das Ufer des Stromes, der durch diese Stadt fließt. Da ließ einen die Sonne gehörig ihre Kraft spüren. Den BewohnerInnen der Stadt war es recht, sie wirkten glücklich. Im Hintergrund des Fotos kann man übrigens das Stadion eines deutschen Bundesligisten erkennen.

Gestern Abend sind wir hier angekommen:

 
Das ist in einer Stadt, in der man ganz offiziell zwei Sprachen spricht und die am Meer liegt. Beim abendlichen Weggehen habe ich meinen Pullover im Hostel liegen lassen und musste daher am Heimweg ganz schön frieren. Immerhin. Es besteht also Hoffnung.

Auflösungen dann nach Abschluss der Reise.


Sonntag, 1. Juli 2012

Hitzefrei

Wegen der leider auch in der nächsten Woche anhaltenden Rekordhitze im Osten Österreichs, die nur von heftigen Gewitterstürmen unterbrochen werden wird, müssen wir die geplante Wien-Umwanderung absagen. Schade. Ich hatte mir schon einen netten Titel zu recht gelegt ("Expedition um Wien") und wollte einen flashigen Trailer drehen. Nun denn, ein andermal.

Stattdessen, die einzige logische Alternative: Wir fahren Richtung Norden. Je weiter wir kommen, desto besser, sag ich einmal. Bis Samstag müssen wir aber wieder zurück sein.

Hier halte ich auf dem Laufenden.

Wien 14, 33 Grad

Stopp

Jetzt steht die Zeit still.