Mittwoch, 31. Oktober 2012

Das Halloween Musikvideo-Special # 2

Nachdem gestern noch der milde Grusel regiert hat, darf es heute, in der Halloweennacht, schon deutlich heftiger zur finsteren Sache gehen.

Das Video zu dem Track "Dead Film Star" des Team Ghost ist ein echter Schocker, den sich Schreckhafte nicht unbedingt antun sollten.

Dienstag, 30. Oktober 2012

Das Halloween Musikvideo-Special # 1

Österreich ist ein bisschen unheimlich. Wenn man sich ansieht, welche Österreicher es gibt, die zur Zeit weltweite Berühmtheit genießen und was die so verzapfen, dann ist das Bild, das wir abgeben, schon ein wenig gruselig.

Um den gemeinen Österreichgrusel geht es auch alljährlich zu Halloween auf diesem Blog. Kurz vorher schickt mir nämlich Alex immer ein Austro-Pop-Video, das nicht deshalb gruselig ist, weil es Austro-Pop ist, sondern das eine gruselige Thematik aufweist.

Dieses Jahr gruselt sich zuerst Ina Müller wegen Österreich und ab 4:25 singt dann ein Bayer "Es lebe der Zentralfriedhof". Gruselig!

  Video nicht mehr verfügbar.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Road Tunes # 21

Mailand zu verlassen, ohne einen der berühmten italienischen Opernkomponisten gespielt zu haben, geht natürlich nicht.

Wir erleben hier eine reichlich pompöse Inszenierung des "Aida"-Triumphmarsches aus der Scala, die vermutlich auf wohlbetuchte Touristen abzielt. Das Gehüpfe der dunkelhäutigen (?) Sklaven, das nach fünf Minuten einsetzt, finde ich peinlich, ist aber möglicherweise das, was sich Giuseppe Verdi vorgestellt hat.

Samstag, 27. Oktober 2012

Road Tunes # 20

Nino Rota gehört zu den bedeutendsten Filmkomponisten des 20. Jahrhunderts. Für den legendären Score zum zweiten Teil des "Paten" erhielt der Mailänder einen Oscar. Auch Fellini hat regelmäßig auf seine kompositorischen Künste zurück gegriffen. Zb für "La Strada".

Freitag, 26. Oktober 2012

Road Tunes # 19

Derzeit statte ich der Metropole Milano (Mailand) in der Lombardei einen Besuch ab. Wie immer, wenn ich irgendwo unterwegs bin, gibt es hier kein reguläres Programm, sondern Road Tunes. Das ist Musik, die ich bereits vorab in die Jukebox eingelegt habe, damit sie während meiner Abwesenheit unterhalten möge.

Ab sofort möchte ich das strikt handhaben und nurmehr Werke von Musikern spielen, die mehr oder weniger unmittelbar aus dem Ort kommen, den ich besuche. Im Falle von Mailand war das gar nicht einmal so einfach. Sicherlich, Mailand ist schon seit der Antike ein kulturelles Zentrum ersten Ranges. Mailand ist bekannt für seine Jazzszene wie natürlich die klassische Musik. Aber sein Beitrag zur zeitgenössischen Popularmusik? In Summe gar nicht so groß, wie man es angesichts eines fast 8-Millionen-Ballungsraumes vielleicht vermuten würde.

Freilich ist Italiens prominentester Barde in Mailand geboren und dort aufgewachsen. Wir hören ihn hier mit einer schönen Ballade, die sich mit seiner Kindheit in der Mailänder Via Gluck beschäftigt ("Azzurro" dürft ihr dann gerne selber googeln).

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Mad Men

Seit einiger Zeit schauen wir uns durch die vorhandenen "Mad Men"-Staffeln. Mit durchaus gemischten Gefühlen. Wirklich erbaulich sind die Vorgänge in der Madison Avenue und deren privatem Umfeld ja nicht. Eine auf unheimliche Weise hermetisch wirkende, frostig-hoffnungslose Welt ist das, die uns da aus den Sechziger Jahren entgegen blickt. Es ist eine Verkehrung nostalgischer Emotionen ganz in ihr Gegenteil, die wir erleben. Es befremdet uns, zugleich aber ängstigen uns jene Aneile, die uns so vertraut scheinen.

Natürlich arbeitet "Mad Men" auch mit dem Mittel der Nostalgie, zeigt uns Designs, Lebensart der frühen Sechziger, die heute auf so viel Interesse und Gegenliebe stoßen. Doch die Serie konzentriert sich auf die inneren Landschaften der Protagonisten, ihre Zweifel und ihr seelisches Gefangensein. Wer angesichts des Settings in einer Werbeagentur eine bunte Führung durch eine erblühende Wirtschaftswunderwelt erwartet, dessen Erwartungen werden nicht ganz erfüllt. Auch die sich entfaltenden, historischen Geschehnisse scheinen  eher schmückendes Beiwerk zu bleiben, das von außen in die Welt der Charaktere hinein leuchtet.

Die Erzählweise ist insgesamt ruhig, fast schleppend, was allerdings nicht heißt, dass der nicht in der englische Sprache aufgewachsene Zuschauer nicht seine Schwierigkeiten hätte, jede verbale Pointe zu kapieren. Manchmal, zumal in der ersten Staffel, ertappt man sich bei dem Wunsch nach etwas mehr Tempo, mehr Wechsel. "Mad Men" aber nimmt sich Zeit, Handlungsstränge zu entwickeln.

Das finde ich letztlich natürlich schön - ein dringend benötigter Gegenpol zu jenen populären TV-Serien, in denen die Handlung stets hysterisch von einem "Höhepunkt" zum nächsten taumeln muss. Vielleicht darf ich so kühn sein und die These aufstellen, dass wir hier möglicherweise sogar dem an sich recht unappetitlichen Genre des Reality-TV zu Dank verpflichtet sind. Weil es nämlich den TV-Machern zeigt, dass man auch einmal ein kleines bisschen langweilen darf, wenn man es dafür schafft, ein wenig Authentizität zu vermitteln.

Sollte es einen freilich allzu bleischwer hinunter gezogen haben, in diese "Mad Men"-Welt, gibt es jederzeit Auswege. Wenn einen etwa die ewige Leidensmiene von "Mad Men" - Hauptprotagonist Don Draper, gespielt von Jon Hamm, noch nach Abschalten des TV-Gerätes allzu sehr verfolgt, kann man sich zB dieses Video anschauen. Als ich es zum ersten Mal gesehen und in der Folge gepostet habe, war mir der Darsteller gänzlich unbekannt. Welch schöner "Aha"-Effekt, als ich es wieder einmal zufällig angeklickt habe.

Jon Hamm scheint sich überhaupt ganz gerne in schrägen Musikvideos auszutoben, wie ein interessantes Exemplar zu Aimee Manns neuem Album zeigt:

Montag, 22. Oktober 2012

Mission an die Grenze des Wahnsinns

Jetzt, wo der Baumgartner in einem ganzen Stück wieder herunten ist und von einer Fernsehshow zur nächsten gereicht wird (vorhin bin ich beim Durchzappen über RTL gestolpert, wo ihm seine Mutter gerade den Unterschied zwischen einer Melanzani und einer Gurke erklärt hat), brummt es in der auf Welteroberung fokussierten Marketingabteilung des roten Zuckersaftelherstellers sicherlich schon wieder gewaltig. Bestimmt ist schon the next big thing in der Mache.

Aber, da offenbart sich ein Dilemma: wie soll man den Absprung aus der Stratosphäre noch toppen? Was kommt nach Stratos? Ein paar Vorschläge.

Kolonisation des Mars
Wann: Bevor es jemand anderes tut.
Was: Nicht umsonst heißt dieser neue Markt "roter Planet"! Ein besseres Testimonial lässt sich kaum finden, als eine lebensfeindliche Ödnis, die von Energy-Drink-süffelnden Felix Baumgartner-Klonen kolonisiert wird. Möglicherweise ließen sich dort auch fliegende Superbullen züchten, um hernach den Laden auf der Erde ganz zu übernehmen. Servus TV als Staatsfernsehen? Es gibt Schlimmeres.

Das Wunder in der SCS
Wann: 2013
Was: Josef Bucher springt gemeinsam mit sämtlichen Wählern des BZÖ aus der Frankosphäre in einen in der SCS geparkten Smart und alle finden dort gemeinsam Platz! Die Vorbereitungen laufen schon auf Hochtouren.

Transparenz:
Wann: 2014
Was: Der FPK-Vorstand navigiert in einem gläsernen Raumschiff durch den Asteroidengürtel. Nicht ganz ungefährlich, aber part of the game.

Die Eurorettung
Wann: "Möglichst bald, bitte!" (Frau Merkel)
Was: Die Energy-Drink-Dose wird zum offiziellen Zahlungsmittel der Europäischen Union erhoben. Risiko: Bayern tritt aus der EU aus und kehrt zum Weißbier-Standard zurück.

Heureka!
Wann: 2096
Was: Dietrich Mateschitz hat Griechenland gekauft, in "Heureka- der Energydrink" umbenannt und wieder rentabel gemacht.


Samstag, 20. Oktober 2012

Das Goldene Brett


Ein Gastbeitrag von Sarah Berger.

Das Goldene Brett wurde gestern in Wien verliehen. Dieser Preis möchte das Leugnen wissenschaftlicher Erkenntnisse bzw. das Weiterverbreiten von diesen widersprechendem Unsinn (womöglich noch unter wissenschaftlichem Deckmäntelchen) "auszeichnen". Es ist ein Preis für Pseudowissenschaft.

Ja, es ist leider so, dass man heutzutage Matura oder sogar einen Universitätsabschluss machen kann, ohne je begriffen zu haben, was Wissenschaft bzw die wissenschaftliche Methode ist und wie das Ganze funktioniert.

Dazu kommt, dass die Unwissenschaftlichkeit mittlerweile in Universitäten, Arztpraxen und in der Politik angekommen ist. Ärzte können Diplome in Homöopathie machen, Wissenschaftsminister verleihen Orden für Zauberwasser und man kann Astrologiekurse an Hochschulen belegen.

Diese zwei Tatsachen, das Unverständnis für die wissenschaftliche Methode und, dass sich Esoterik jeder Art überall als gesichert und hoch angesehen gibt, führt dazu, dass die meisten Menschen nicht mehr unterscheiden können, was gesichertes Wissen ist, und wo sie selber nur betrogen werden. Die Opfer dieser Zustände sind diejenigen, die es nicht schaffen -ob aus Bildungsmangel, Zeitmangel oder Desinteresse- sich selber zu informieren, und denen alles aufgeschwatzt werden kann, was dem Schwätzer Geld bringt.

Das Goldene Brett verlieh die Gesellschaft für kritisches Denken an Harald Walach, Professor an der Viadrina Universität in Frankfurt an der Oder, für sein "einzigartiges Bemühen, wissenschaftsbefreite Theorien in die akademische Welt hineinzubringen". Das "Goldene Brett für das Lebenswerk" ging an "Alien-Forscher" Von Däniken.  

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Eskalation

Bislang hab ich noch kein Haus gebaut, keinen Baum gepflanzt und kein Kind gezeugt. Dafür ein Katzenvideo auf YouTube gepostet. Ist auch ein Anfang.

 

 Video: Sarah mit ihrem iPhone.

Montag, 15. Oktober 2012

GewinnerInnen der Jahresumfrage 2010 - Preisauslosung # 3

Ich weiß, es ist lange her. Aber manchmal dauert es einfach, bis sich Zeit findet, einen Preis einzulösen, der im Rahmen meiner Jahresumfrage gewonnen wurde. Vor allem, wenn sich bei den GewinnerInnen soviel getan hat. Kinder, Umzüge usf.

Das Warten hat sich aber gelohnt. Gewinnerin S.F. hat sich für den Überraschungsausflug entschieden. Und es ging samt familiärem Anhang in den Tierpark Stadt Haag. Eintritt, Mittagessen, bei seinen Preisen lässt sich der Winzer nicht lumpen.

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Zwei Preise der Umfrage 2010 müssen noch übergeben werden. Wann auch immer das geschieht, spätestens bis Ende dieses Jahres werden die Ausgelosten der Umfrage 2011 ermittelt (Rechtsbeistand, bitte geistig vorbereiten).

Sonntag, 14. Oktober 2012

Das Winzerbuch der Rekorde # 8: "In Concert"

WinzerblogII

Die erste Rubrik, der ich mich im Rahmen des Fünf-Jahres-Jubiläums eingehender widmen möchte, ist jene der Konzertkritiken, "In Concert" geheißen. Angefangen hat es ja einst mit einem regelrechten Verriss. Aber, dann konnte ich auch einige schöne Momente beschreiben.

Die sieben subjektiv schönsten Konzerte folgen nun. Nicht berücksichtigt: die Konzerte aus 2012, die bleiben dem Rückblog 2012 vorbehalten.

07 Kreisky, 18.4.2009, Spinnerei, Traun (In Concert # 7)

06 Wir sind Helden, 13.11.2010, Posthof, Linz (In Concert # 22)

05 Moneybrother, 18.5.2008, Posthof, Linz (In Concert # 2)

04 Massive Attack, 20.8.2010, Frequency, St. Pölten (In Concert # 21)

03 Carla Bozulich´s Evangelista, 7.5.2010, Donaufestival, Krems (In Concert # 17)

02 Tindersticks, 7.5.2010, Donaufestival, Krems (In Concert # 16)

01 Attwenger, 13.5.2011, Posthof, Linz (In Concert # 25)


Wer sich alle 31 Rezensionen ansehen möchte, kann dies HIER tun.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Musikvideo des Monats September 2012

Das Internet. Das postet unsereins ein komisches Video eines hüpfenden Koreaners mit ein paar mickrigen Millionen Aufrufen. Und jetzt sind es..naja..seht selbst . Nicht, dass ich da unbedingt einen ursächlichen Zusammenhang sehen würde. Aber trotzdem lustig.

Möglicherweise kann man daraus ableiten, dass dies Blog sozusagen auf der Kühlerhaube des Trends dahin eilt. Was dann auch ein gutes Omen für Matt & Kim wäre. Denn die sind diesmal damit dran, Monatsmeister zu sein.

Matt & Kim verdienen den Lorbeer schon deshalb, weil sie es sich offensichtlich zum Ziel gesetzt haben, aus Anlass ihres demnächst erscheinenden Albums "Lightning" praktisch zu jedem Song der Platte mindestens ein Video zu produzieren. Für "Now" braucht man gute Magennerven und sollte keinen Hang zu epileptischen Anfällen haben.  "I Said",  "Tonight" oder "Overexposed"  sind allerdings typische Matt & Kim-Videos. Jene Sorte, bei denen eine Idee umgesetzt wird, die so schlicht wie genial wie perfekt exekutiert ist.

Mein Lieblingsvideo zu dieser Platte ist aber denn doch jenes, in dem sich ein Trickbasketballer auf den Schlagzeug-trifft-Keyboard-Uptempo-Groove von Matt & Kim einspielt:



Ein Zweitvideo gibt es auch schon und das ist auch nicht schlecht.

Aber eigentlich, eigentlich ist das alles nur ein Vorwand, um ein Video aus 2006 herzeigen zu können, das momentan zu meinen Allzeit-Favoriten gehört. Wunderbar!

Dienstag, 9. Oktober 2012

Ohren(ge)fälliges: Monatsmeister des Monats September 2012

Apparat - Ash/Black Veil
Berlin, Deutschland
Gewonnene Ränge: + 7

Es beginnt mit einem eindringlichen und zunehmend drängenden Klimpern. Nach einiger Zeit vernimmt man das erste, leise Aufseufzen einer Menschenseele. Das Spektrum erweitert sich, neue Klänge, Abläufe, Rhythmen treten hinzu, hervor und nehmen sich wieder zurück. Aus einer Vielzahl  von perkussiven Elementen erhebt sich eine vibrierendes Etwas, eher Wolke sich entladender Teilchen als Teppich, wächst, wird mächtiger. Die Stimme des Sängers zieht langsam und getragen darüber hinweg, bald begleitet von einem hintergründig-dumpfem Dröhnen, das eine unheilvolle Note beimengt, während sich gleichzeitig die hellen Töne sehnsüchtig nach oben strecken.

Bei aller Schwermütigkeit, die dem Track anhaftet, abgebildet auch in der Todesmetaphorik des Titels "Ash/Black Veil", hat er doch auch etwas ungemein Erhebendes, Erbauliches. So als würde er sagen: So ist es nun einmal - und es hat Größe. Zu finden ist dieses Werk auf dem 2011 bei Mute Records erschienenen Album "The Devil´s Walk" von Apparat, das es bis auf Platz 54 der deutschen Albumcharts gebracht hat. Apparat - das ist das nunmehrige Bandprojekt des als solitärer Elektronik-Musiker zu Bekanntheit gelangten Sascha Ring.

Um "The Devil´s Walk" auf den Weg zu bringen, hat sich Ring zu anfangs mit Mitmusikern in einen Küstenort in Mexiko zurück gezogen. Der Titel freilich schlägt eine ganz andere Brücke durch Zeit und Raum, bezieht er sich doch auf das gleichnamige Gedicht von Percy Bysshe Shelley aus dem 19. Jahrhundert. Was nun das so benannte Album mit seinen emotional-introspektiven Texten tatsächlich mit der Namen gebenden Ballade zu tun hat, dieser hochpolitisch-satirischen Attacke eines radikalen, gesellschaftskritischen Geistes auf König, Regierung und Kirche von England, erschließt sich nicht ganz. Bei diesem Titel geht es offensichtlich mehr um Wirkung denn um Schlüssigkeit. Was wiederum etwas zu den vorhandenen, kritischen Stimmen passt (zB hier), die Apparat vorhalten, in dieser seiner aktuellen Veröffentlichung zu sehr die Grenzen zum Plakativen und Effekthascherischen überschritten zu haben.

Auch, wenn das Album womöglich nicht in jeglicher Hinsicht zu überzeugen vermag, so enthält es doch große, ergreifenden Momente. "Ash/Black Veil" zum Beispiel sollte einen spätestens dann überzeugt haben, wenn man es in seiner Bühnenfassung erlebt hat (s. unten)



Freier Download auf der Soundcloud-Seite.





Samstag, 6. Oktober 2012

Das Geburtstags-Wochenende

Alle paar Jahre einmal fällt der Geburtstag auf ein Wochenende. Das stellt man sich dann eigentlich so vor: sich etwas gönnen. Lange Ausschlafen. Sich ein wenig verwöhnen lassen, Frühstück ans Bett und so. Am Abend ein wenig mehr als sonst dem Alkohol zusprechen, denn es ist ja schon ein bisschen eine gruselige Zahl. Aber nicht zuviel - wegen der mit Zahl einher gehenden Konstitutionsveränderung.

Und, was ist? Heute bin ich schon um fünf Uhr in der Früh aufgestanden. Um FÜNF! Und um was zu machen? Um nach nach Braunau zu fahren. Nach Braunau!

Bin ich denn wenigstens zum Vergnügen da? Nicht direkt. Aktivismus und Seminarismus ist angesagt - noch bis Sonntag mittags. Und auch, wenn ich selbstverständlich hinter der Sache stehe, um die es da geht, muss ich doch zugeben: ein schönes Geburtstagswochenende hätte auch was. Offen gesagt: ich bin diesmal wahrscheinlich hauptsächlich dabei, weil es Leute gibt, die sich da irgendwie auf mich verlassen.

Also, wenn ihr mir etwas zum Geburtstag schenken wollt und nicht gerade die Zeitmaschine erfunden habt, um mir das Wochenende noch einmal zu verschaffen, dann überlegt euch doch stattdessen bitte, ob ihr diese Aktion unterstützen wollt.

Freitag, 5. Oktober 2012

Anlauf

Und, Frank, magst du dein Video?


Don´t worry. Ich bin mir sicher, man kann Youtube-Klicks genauso kaufen wie alles andere.

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Bitte keine Werbung

Die österreichische Werbewirtschaft macht derzeit TV-Werbung. Mittels halblustiger Spots versucht sie uns davon zu überzeugen, dass Menschen, die sich per Pickerl am Briefkasten den papierenen Spam verbeten haben, wegen virulentem Informationsdefizit quasi hinterm Mond oder in der konsumistischen Steinzeit hausen.

Dabei sind es eher die Spots, die eine anachronistische Perspektive aufweisen. Internet - schon davon gehört?

Aufkleber gegen die programmierten Müllberge kann man zB hier herunter laden (nein, die kleben dann  nicht gleich, aber da gibt es Hilfsmittel).


Dienstag, 2. Oktober 2012

Das Winzerbuch der Rekorde # 7: Rubriken

WinzerblogII

Rubriken, so wie ich sie hier verstehe, da sind Reihen von Postings, die die gleiche Überschrift haben, thematisch derselben Kategorie zugehörig und fortlaufend nummeriert sind.

Drei Dinge über Rubriken.

Erstens: Rubriken sind toll, sie sind die Eier legende Wollmilchsau des Bloggens. Eine gute Idee für eine Rubrik und schon sind Wochen des unbeschwerten Bloggens garantiert, in denen man von der einen Idee zehrt und sie in immer neuen Variationen los wird. Das wäre zumindest die Vorstellung, das Ideal.

Zweitens: Die wenigsten konkreten Ideen für Rubriken werden Realität bzw. funktionieren dann so wie in der Vorstellung. Ich habe ganze Halden von fantastischen Ideen für Rubriken angesammelt, die sich dann nie verwirklicht haben (zB jeder einzelne Platte in meiner Sammlung eine Rezension ODER jedem einzelnen Land des Planeten ein Blogpost widmen - es klingt ja so schön..). Die Mühen der Ebene sind groß, vor allem, wenn man die Rubrik wirklich dauerhaft zum Laufen bringen will.

Drittens: Rubriken sollen eine Erleichterung seien, das sind sie aber nicht immer. Möchte ich etwa den aktuellen Monatsmeister ausfallen lassen? Nein, sicher nicht. Dann soll er aber auch womöglich bitte bis spätestens Mitte des laufenden Monats erscheinen. Was längerfristig eine Hilfestellung ist, weil es verlässlich Themen liefert, kann auch zu Deadline-Stress führen.

Die sechs Rubriken, die es geschafft haben, sich über eine längere Zeit zu halten, sind:


06 Der große Facebook-Showdown               11 Folgen

Eine genial simple Idee. Faul, aber gut.

05 Ein Winzer im Reich der Mitte                    12 Folgen

Schlicht und einfach ein nicht ganz uninteressantes Reisetagebuch, in seine einzelnen Einträge aufgeteilt.

04 Im Kino                                                     17 Folgen

Es war mir irgendwann zu mühsam, am Ende des Jahres sämtliche Rezensionen auf einen Sitz zu verfassen, daher diese Rubrik.

03 Verunglückte/Bemerkenswerte Namen       25 Folgen

Die älteste Rubrik. Ein Gran Gemeinheit, sicherlich.

02 In Concert                                                 33 Folgen

Selbsterklärend.

01 Ohren(ge)fälliges/Monatsmeister                46 Folgen

Aus der Rubrik Ohren(ge)fälliges, in der sporadisch Musik vorgestellt wurde, hat sich der Monatsmeister entwickelt. Ich gestehe: kaum etwas macht mir so viel Spaß, wie über Musik zu schreiben. Auch wenn ich theoretisch eigentlich gar nicht viel Ahnung davon habe (meine schlimmsten Begegnungen mit Musikinstrumenten - das wäre vermutlich auch einmal ein eigenes Posting wert).

Etwas zerknirscht muss ich zur Kenntnis nehmen, dass diese Rubrik nicht vorne mit dabei ist. Darüber muss ich nachdenken.

Winzerbuch der Rekorde - Was soll das?

Montag, 1. Oktober 2012

Katzenfoto des Monats September 2012

Das wurde schon veröffentlicht und zwar hier (welches der beiden Fotos es ist, könnt ihr euch aussuchen).

Weil das aber jetzt ein etwas dürftiges Posting wäre, gibt es noch ein Pyjama-Foto dazu:

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Wir haben die Abstellkammer über der Küche geöffnet und eine Leiter dazu gestellt. Die Katzen freuen sich über die Erweiterung ihres Aktionsradius.