Samstag, 20. Oktober 2012

Das Goldene Brett


Ein Gastbeitrag von Sarah Berger.

Das Goldene Brett wurde gestern in Wien verliehen. Dieser Preis möchte das Leugnen wissenschaftlicher Erkenntnisse bzw. das Weiterverbreiten von diesen widersprechendem Unsinn (womöglich noch unter wissenschaftlichem Deckmäntelchen) "auszeichnen". Es ist ein Preis für Pseudowissenschaft.

Ja, es ist leider so, dass man heutzutage Matura oder sogar einen Universitätsabschluss machen kann, ohne je begriffen zu haben, was Wissenschaft bzw die wissenschaftliche Methode ist und wie das Ganze funktioniert.

Dazu kommt, dass die Unwissenschaftlichkeit mittlerweile in Universitäten, Arztpraxen und in der Politik angekommen ist. Ärzte können Diplome in Homöopathie machen, Wissenschaftsminister verleihen Orden für Zauberwasser und man kann Astrologiekurse an Hochschulen belegen.

Diese zwei Tatsachen, das Unverständnis für die wissenschaftliche Methode und, dass sich Esoterik jeder Art überall als gesichert und hoch angesehen gibt, führt dazu, dass die meisten Menschen nicht mehr unterscheiden können, was gesichertes Wissen ist, und wo sie selber nur betrogen werden. Die Opfer dieser Zustände sind diejenigen, die es nicht schaffen -ob aus Bildungsmangel, Zeitmangel oder Desinteresse- sich selber zu informieren, und denen alles aufgeschwatzt werden kann, was dem Schwätzer Geld bringt.

Das Goldene Brett verlieh die Gesellschaft für kritisches Denken an Harald Walach, Professor an der Viadrina Universität in Frankfurt an der Oder, für sein "einzigartiges Bemühen, wissenschaftsbefreite Theorien in die akademische Welt hineinzubringen". Das "Goldene Brett für das Lebenswerk" ging an "Alien-Forscher" Von Däniken.  

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