Sonntag, 23. Dezember 2012

Weihnachten zu Hause

Meinen ganz persönlichen Zugang zu Weihnachten habe ich vor Jahren schon einmal auf diesem Blog zu beschreiben versucht und allzu viel hat sich daran seitdem nicht geändert. Und wenn man fünf Jahre lang brav Blog schreibt, dann darf auch ruhig einmal ein alter Beitrag wieder verwertet und auf diesen verwiesen werden.

Zur Symbolik dieses Festes könnte man freilich noch mehr sagen, als ich es damals getan habe: die Lichter gehören selbstverständlich dazu und das Leuchten. Schließlich ist der 25. Dezember nach dem Julianischen Kalender der traditionelle Termin der Wintersonnenwende, nach der die Tage wieder länger werden. Er steht somit auch für den Ausgang aus der Finsternis und der Kälte, für den Beginn einer neuen, lichten Ära. Deshalb war es auch für den römischen Kaiser Aurelian (270-275), einen Verehrer des Sonnengottes Sol, nahe liegend, diesen Termin zum Festtag der Geburt des Sonnengottes zu erheben. An diese Traditionslinie dürften auch die Christen angeknüpft haben, als sie den 25. Dezember zum Geburtstag Jesu erklärt haben, wohl wissend, dass der sich eigentlich kaum im Winter zugetragen haben kann.

Weihnachten soll also nicht alleine ein rituelles Würdigen am Ende des Jahres sein, wie ich es damals beschrieben habe, und wie es im Zusammenkommen, Zurruhekommen (hoffentlich) und Schenken zum Ausdruck gelangt. Es soll auch einen Neubeginn anzeigen bzw. die Chance auf einen solchen. Auf dass die Tage wieder länger werden!

A propos Symbolik. Der geniale Pop-Exzentriker Sufjan Stevens leistet dieses Jahr seinen ganz eigenen Beitrag dazu, den Geist von Weihnachten zu erfassen. In dem zugleich unheimlichen wie schönen Video zu "I´ll Be Home For Christmas" eilt ein kleines Mädchen durch ein Haus, in dem merkwürdige Dinge passieren. Wo will sie hin?



Sufjan Stevens kann man überhaupt mit Fug und Recht als den Weihnachts-Nerd unter den Indie-Musikern bezeichnen. Alljährlich nimmt er eine komplette EP mit Weihnachts-Tracks auf, um seine gesammelten Weihnachts-Werke dann alle paar Jahre als Boxset auf den Markt zu bringen. Wem das freilich dann doch zu viel Musik für eine zu kurze Zeit im Jahr ist, der kann sich von Noisetrade einen 12-Stücke-Sampler mit Stevens-Carols frei herunterladen (freiwillige Spende möglich).

Schöne Weihnachten!

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