Dienstag, 23. Juli 2013

Über Gebühr

Die britischen Royals und der Österreichische Rundfunk haben etwas gemeinsam: es gibt nicht Wenige, die es fragwürdig finden, dafür zwangsweise zahlen zu müssen.

Zuerst zur Windsor-Sippe. Wäre ich britischer Staatsbürger, wäre ich vermutlich einigermaßen erzürnt darüber, dass mein Steuerpfund in die Erhaltung einer königlichen Familie fließt, die wiederum Zahlungen an die Allgemeinheit eher als gnädig-freiwilliges Almosen verbucht. Aber well, ich bin kein Brite und wenn die Mehrheit auf den Inseln es eben so möchte..Womöglich handelt es sich ja bei Königin & Co wirklich um den teuren Leim, der das morsche Haus noch zusammen hält.

Der Österreichische Rundfunk wiederum ist seit einer "Reparaturaktion" des Nationalrates, mit der eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes overrult wurde, wieder von allen zu bezahlen, die in der Alpenrepublik ein Empfangsgerät aufgestellt habt. Egal, ob nun Assinger und Eberhartinger darin aufblitzen oder nicht.

Ich war freilich nie einer jener elitären SuderantInnen, die bei jedem Musikantenstadl und jeder Seifenoper mit dem GIS-Erlagschein wacheln und die darauf befindlichen Euro zurück fordern. Immerhin wird der Beitrag von allen ÖsterreicherInnen bezahlt und daher halte ich es - "Kulturauftrag" hin oder her - für recht und billig, wenn auch ein Programm für alle gemacht wird. Zudem gibt es ja mit ORF III sowie 3SAT reichlich von unserem Funk (mit)finanzierte Ausweichmöglichkeiten mit Anspruch.

Gestern aber bin ich schwach geworden. Baby-Hysterie in London - und was macht die ZIB 20? Rennt zur "Wahrsagerin" Rosalinde Haller und bittet um eine Prophezeiung für die königliche Zukunft. Bitte, mit "meinen" Gebühren?!

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