Donnerstag, 23. Januar 2014

Musikvideos des Monats Dezember 2013

So. Ab sofort wird das anders gemacht. Gemeint ist dabei nicht, dass ich vorhabe, diese Rubrik pünktlich zum Monatsende rauszubringen. Vorhaben täte ich es freilich schon, aber sehr realistisch ist es leider nicht, weil ich mir ja zuerst immer ganz viele Videos durchschauen muss, bevor ich zu einem Schluss gelangen kann. Und diesbezüglich bin ich derzeit im Verzug.

Gemeint ist: In Folge werden die fünf subjektiv besten Videos des Monats hier alle mit Reihung veröffentlicht. Also kein Randgeschreibsel über "ehrenhafte Erwähnungen" mehr, das wahrscheinlich eh keine(r) liest und wo dann sowieso niemand auf den Link klickt. Alle fünf Musikvideos auf dieser Seite (sofern die Berechtigten Einbettung erlauben). Wir sind Mitte der Zehnerjahre, eure Internetverbindungen und eure Endgeräte können das.

Allerdings nicht in gestürzter Reihenfolge, denn das wäre bei diesem Anlass prätentiös. So.


1



Dir. Iain Forsyth, Jane Pollard

Kommentar: Ich komme mir an dieser Stelle ja oft vor wie ein (retro-)konservativer Nörgler vor, weil ich immer wieder einmal betone, dass mir klar gehaltene, langsam geschnittene, linear strukturierte und mit einem festen Konzept versehene Videos in der Regel mehr zusagen als hektisch geschnittenes, mit offenkundigen Effekten überfrachtetes Material, das allzu oft den Eindruck erweckt, das Fehlen echter Einfälle mit hyperaktivem Experimentalismus und pseudo(?)-künstlerischem Gehabe übertünchen zu wollen. Aber, erstens ist diese Diskussion wahrscheinlich  eh irgendwie von gestern und zweitens ist das vermutlich auch Geschmackssache. Also will ich das nie wieder als Begründung für irgendwas hinschreiben. Aber soviel: Das Video zu "Higgs Boson Blues" zeigt nur Nick Cave und die Bad Seeds, umgegeben von Licht-Schatten-Spiel, wie sie sich neun Minuten lang in diesen Song hinein arbeiten. Edel.


2



Dir. Edouard Salier

Kommentar: Mit Metronomy reisen wir nicht in die Tiefen des Atoms, sondern in die Weiten des Alls. Zu fernen Planeten, auf denen der männliche Raumfahrt-Held haarlose Katzen und machtvolle Gottfrauen antrifft. Das ist auf schöne Weise unheimlich und auf unheimliche Weise schön. Entwarnung: Das Geräusch bei 2.11 ist nicht euer iPhone. Nebenbei: Wie viele Raumfahrtsvideos werden wir 2014 noch zu sehen bekommen?


3



Dir. John Michael Boling

Kommentar: Gewitzter Einfall, perfekt umgesetzt. Ein Elektro-Instrumentaltrack wird zu Emojis, die Emojis werden zu einer Erzählung.


4



Dir. Jacob Perlmutter

Kommentar: Die britischen Indiepoprocker Yuck machen wunderbar verträumte Tracks. Schwarzweißaufnahmen von vorbeiziehenden Flughafenwartehallen sind die richtige Wahl der Bebilderung.


5



Dir. Amber Benson, Angela Bettis


Kommentar: Der Beinahe-Sieger des Vormonats hat es wieder in die Top 5 geschafft. Gutes Video-Departement!

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