Dienstag, 19. August 2014

An der Turmlinie

Die "Turmlinie Linz" oder "Maximilianische Turmlinie" wurde ab 1831 auf Initiative von Erzherzog Maximilian-Joseph von Österreich-Este (der das auch teilweise mit private Mitteln vorfinanziert hat) erbaut. Nach den (schlechten) Erfahrungen der Napoleonischen Kriege wollte man mit diesem System aus wehrhaften Türmen, Vorwerken, Klausen und Batterien die Verteidigungsfähigkeit der Stadt auf neue Beine stellen. Aufgrund der Weiterentwicklung der Waffentechnik war der Linzer Befestigungsring aber gut zwanzig Jahre später schon wieder veraltet und damit wertlos. Die meisten Bauwerke sind verfallen. Manche haben eine Nachnutzung als Wohnhäuser oder Museen erfahren. Das Herzstück der Anlage, das Fort auf dem Pöstlingberg, beherbergt heute unter anderem die Linzer Grottenbahn.

Geht man von eben jenem Pöstlingberg über den "Turmweg" nach Puchenau hinunter, trifft man auf mehrere Überreste der Befestigungsanlage, darunter auch die sehr beeindruckende Ruine des "Turm 15".

Am Samstag sind wir da entlang gegangen. Der Himmel war bewölkt und zwischendurch hat es auch gedonnert. Kein Mensch ist uns begegnet. Den Ruinen der Turmlinie hat das aber ein besonderes Flair verliehen.



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