8.8.2005
Das war gestern. Ich bin dazumals nicht zum Tagebuchschreiben gekommen, weil ich an diesem Abend mit 17 Postkarten genug zu tun hatte. Schließlich ist es bei mir natürlich mit "Liebe Grüsse etc." nicht getan, jede Karte muss ein literarischer Genuss sein, Pullitzer-Preis-würdig.
Scherz beiseite. Gestern stand das "Shanghai Museum" auf dem Plan, weiters die "Shanghai Urban Planning Hall". Letztere zeigt "des, wos jetzt vorhabn, in der nächsten Zeit" (Zitat J., eben jetzt gemacht). Sie zeigt aber auch, was sie vorgehabt haben und natürlich ohne Umschweife und Rücksichtnahmen in die Tat umgesetzt haben. Zum Beispiel den Flughafen, an dieser Stelle wird von den Ausstellungsmachern auch auf andere bedeutende Flughäfen hingewiesen wird, so etwa auf "Wienna" und "St. Peterburg" (was auch immer das sein soll). Dann gehts weiter zum "Shanghai Museum", wo uns eine eindrucksvolle Sammlung alter chinesischer Kunstgegenstände erwartet. Zu sehen sind Keramiken, Malereien, Bronzen, Trachten der ethnischen Minderheiten, Kalligraphien, Jadeobjekte, Siegel und Möbel der Quing- und Ming-Zeiten. J. ist vor allem von den Trachten angetan, aber auch von den Möbeln. Sie beschliesst, ihre künftige eigene Steuerberatungskanzlei in den Räumlichkeiten der Möbel-Ausstellung einzurichten.
In einem kleinen Lokal in der Nähe unserer Wohnung essen wir zu Abend. Danach beginnt mein Kampf mit den Postkarten.
"Ham die Chinesen scho wieda eine Strasse weggesprengt??!" (Bild einige Tage später aufgenommen)
2 Kommentare:
Es war irrsinnig heiß & schwül in Shanghai. Trotzdem begann ich JEDEN Tag mit dem Ausruf "ach, das wir heute wieder einmal ein ganz schönes Tägelchen!". Martin reagierte bereits nach dem zweiten Tag mit einem bösen Blick ;)....
So gesehen hatte der Taifun ja auch sein Gutes..Abkühlung, wenn auch nur ganz vorübergehend..
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